Erst einmal ein paar Worte zur Begriffsdefinition: was ist Photowalking?
Nun – ganz einfach: Als Photowalking wird schlicht das Spazierengehen mit der Kamera zum Zwecke des Bildermachens bezeichnet. Es handelt sich also um nichts großartig neues und sensationelles, es ist lediglich das, was Fotografen schon seit Jahren für Gewöhnlich machen…. und wie es sich für die heutige Zeit so gehört, lässt der dazupassende Anglizismus nicht lang auf sich warten und ist derzeit im Netz bereits ein “geflügeltes Wort”
Reizvoll wird das Ganze dadurch, dass das Photowalking im Netz angekündigt und beworben wird und alle Fotointeressierten dazu eingeladen werden. So kommen bunt zusammengewürfelte Grüppchen von Foto-Begeisterten zusammen und frönen ihrem Hobby. Im Anschluss an so eine Veranstaltung veröffentlichen die Teilnehmer meist einige ihrer Ergebnisse auf Photosharing-Seiten wie z.B. Flickr – gegebenenfalls werden sogar eigene “Groups” gebildet, in denen die Ergebnisse zusammengefasst und auch diskutiert werden.
Bislang kenne ich Photowalking nur theoretisch, d.h. von Internetauftritten von Leuten wie Robert Scoble und Thomas Hawk oder auch Seiten wie photowalk.at , würde künftig aber gerne mal an einem solchen Event teilnehmen – wenn möglich natürlich hier in der Nähe von München. Bislang bin ich aber noch auf keine Münchner Photowalking-Gruppe oder -Aktivität im Netz gestoßen. Die auf de.photowalking.org präsenten Photowalk-Projekte aus Deutschland betreffen nicht den süddeutschen/bayerischen Raum
Da stellt sich die Frage, ob man so etwas nicht einmal selbst auf die Beine stellen sollte. Dazu notiere ich im folgenden Mal einige aus meiner Sicht beachtenswerte Punkte. Vielleicht finden sich ja ein paar Gleichgesinnte aus der Umgebung um einen “Münchener Photowalk” in’s Leben zu rufen. Sollten sich einige der Leser hier davon angesprochen fühlen, bitte ich ausdrücklich und eindringlich um Kontaktaufnahme….
– Organisation
Meiner Ansicht nach unerlässlich ist es, einen “harten Kern” zu haben, der das Ganze organisatorisch auf die Beine stellt und gegebenenfalls weiterentwickelt. Zwei oder drei Personen mit dem notwendigem technischen Know-How zur Präsentation und Promotion der Events im Internet und einem kleinen Zeitbudget für das Projekt sollten ausreichen. Ein schöner Luxus wäre es, ein oder zwei Personen aus der Videographie-Ecke zu akquirieren, die Lust haben, die Photowalks zu begleiten und in bewegten Bildern zu dokumentieren (nach dem Motto: “… so who are you…?). Die Ergebnisse können dann über die einschlägigen Instrumente im Netz für weitergehende Promotion-Maßnahmen verwendet werden (hier sei stellvertretend nur mal youtube.com genannt).
– Location, Routen, Ziele
Die für die Photowalks auszuarbeitenden Routen müssen für Fotografen interessant sein – sonst werden wohl nicht viele Knipser zum angekündigten Termin erscheinen
Bei der Ankündigung der Routen sollte bereits auf die photographischen Möglichkeiten und Chancen hingewiesen werden. Zur Abwechslung kann optional ein Leitthema für einen Photowalk aufgestellt werden, an dessen kreativer Umsetzung sich die Photowalker während des Events versuchen.
– vorausschauende Terminplanung
Die Terminplanung und -ankündigung sollte so rechtzeitig vor dem anstehenden Termin erfolgen, dass Interessenten lange genug im Voraus planen können. Wird der Termin zu kurzfristig angekündigt, werden sicher nur geringe Teilnehmerzahlen zustande kommen.
– Online-Präsenz des Projekts
Am besten sollten mehrere Methoden parallel zum Einsatz kommen, um das Projekt bzw. die einzelnen Eventtermine zu promoten. Verfügen die Mitglieder des Orga-Teams bereits über Webseiten, Weblogs, Photoblogs etc. sollte die Implementierung von PR-Meldungen für die Photowalks kein Problem sein. Wenn die Finanzierung geklärt werden kann, ist natürlich eine eigene Site mit Domain die beste Variante. Und wenn noch keiner der Beteiligten eine Webpräsenz zum Präsentieren seiner photographischen Ergebnisse hat, dann wird es sowieso höchste Zeit, so etwas einzurichten
– Werbetrommel online
Um das Projekt zu promoten ist in jedem Fall der Kontakt mit gleichgesinnten Projekten, Webseiten, Fotografen zu suchen. Ambitionierte Foto-Websitebetreiber, Blogger und Podcaster sind sicherlich bereit, ein neues aufstrebendes Foto-Projekt durch eine entsprechende Erwähnung zu unterstützen. Auf jeden Fall sind die populären Gruppen auf Zooomr und Flickr zu nutzen (Beiträge in bestehenden Gruppen mit Links verfassen, eigene Gruppen einrichten) .
– Werbetrommel offline
Man darf nicht vergessen, auch Offline-Werbung zu betreiben, denn bei weitem nicht jeder Hobbyfotograf nutzt das Netz so selbstverständlich, wie viele, die diese Zeilen lesen…
Ein möglicher Ansatzpunkt hierfür könnten Volkshochschulkurse zum Thema Fotografie sein. Vielleicht kann man die Dozenten dazu bewegen, das Projekt in ihren Kursen zu erwähnen und zum Mitmachen aufzufordern. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, lokale Foto-Clubs über die Aktivitäten des Projekts zu informieren.
– “Kundenbindung”
Das Sammeln der Kontaktinformationen der Teilnehmer der Photowalks ist ein wichtiger Punkt, damit die Organisatoren mit den bisherigen Teilnehmern in Kontakt bleiben können und diese über anstehende Aktivitäten informieren können (Mailing-Liste).
– Spass muss sein
Zum Schluss das Wichtigste! Der Spass muss bei all diesen Aktivitäten immer im absoluten Mittelpunkt stehen!!
Für alle die sich für die Organisation eines solchen Projekts in München samt Umland interessieren: Nutzt die Kommentarfunktion um Eure Gedanken, Vorstellungen und Vorschläge zu dem Thema zu äußern. Für die direkte Kontaktaufnahme mit mir benutzt bitte die Kontaktseite.
P.S.: Ein Leitfaden zum Photowalking gibt es auch bei Thomas Hawk






Hi Stefan,
ich wäre interessiert! Ich habe zwar keine Zeit sowas zu organisieren, ich würde aber gern daran Teilnehmen, wenn ich die Zeit habe.
viele Grüsse,
David
[...] Frage. Ich denke die Artikel mit Tips zu Portrait- und Lanschaftsaufnahmen, das Brainstorming zu Photowalking in München und die “Fragen an mich selbst” sind wohl die [...]
Photowalking… gute Idee… Interesse vorhanden
[...] zu glauben, was mit meinem Artikel vom Anfang des Jahres begann, hat sich zu einem lebenden Projekt mit Webseite, flickr-Group, [...]