…Stefan. Das vorliegende Stöckchen habe ich von Moni gefangen und reihe mich damit in die Liste meiner “Vorfänger” w.z.B. Sven, Ralf-Jürgen, Steffen, Sebastian, Laurenz, Ronny, Oliver und Thomas ein.
1. Mit welcher Kamera würdest Du bis ans Ende Deiner Tage fotografieren?
Spontan könnte ich antworten: die Kamera, die mir eine ansprechende Qualität bietet und die ich mir leisten kann.
Denke ich jedoch etwas ausführlicher drüber nach, so ist die Kamera eigentlich ziemlich egal, denn die Bilder entstehen ja erstmal im Kopf und wie wir alle wissen, macht der Fotograf das Bild und nicht der Kasten, den er um den Hals hängen hat. Viele Beweise dafür findet man ja im Netz (zum Beispiel auf Flickr). Wenn man ein umwerfendes Foto sieht und herausfindet, dass es mit einer stinknormalen Kompaktknipse aufgenommen wurde – das sollte man als wertvolles Aha-Erlebnis verbuchen.
Die konkrete Frage nach der “Hardware” beantworte ich so: es sollte für mich auf jeden Fall eine digitale SLR sein. Auch sollte Sie Vollformat haben und in punkto Dynamikumfang und Rauschverhalten was hergeben, wie es aktuell meine 5D Mark II zu meiner Zufriedenheit tut – da gewöhnt man sich wirklich sehr dran. Für mich könnte es bis auf weiteres bei meiner aktuellen Knipsmaschine bleiben. Aber wie wir alle wissen bleibt das Rad der Zeit und die Entwicklungsmaschinerie der Kamerahersteller nicht stehen und deren Marketingabteilungen tun ihr Möglichstes, um bei uns einen Bedarf zu erzeugen, von dem wir noch nicht einmal geahnt hatten, dass wir ihn haben. Gelernt habe ich in den letzten Jahren, dass die langfristig lohnende Investition eine Investion in Glas, also hochwertige Objektive, ist insofern wird es meine jetzige DSLR sehr lange bei mir gemütlich haben.
2. Zeige uns Deine Lieblingsfotos und erkläre warum Du sie magst.
Ohje, das ist für mich immer so ein Problem, ich finde an meinen Aufnahmen meist noch ziemlich viel was man verbessern könnte. Tendenziell rangieren aktuellere Fotos bei mir immer etwas höher in meiner imaginären Rangliste, da sie “frisch” sind und ich – wenn ich Glück hatte und mich genug angestrengt habe – wieder einige der Punkte ausmerzen können, die ich an vergangenen Fotos zu kritisieren hatte.
Exemplarisch greife ich einfach mal einige meiner jüngeren Aufnahmen heraus:
Dieses Bild ist auf unserem Photowalk zur Galopprennbahn in München-Riem entstanden und zwar mit einer Traumlinse, die ich von einem sehr generösen Photo-Buddy ausleihen durfte. Es gefällt mir besonders, weil in diesem Bild a) Action-Feeling rüberkommt, b) alle 4 Läufe in der Läuft sind und c) einfach ein guter Moment getroffen ist.
Dieses Bild gefällt mir aufgrund seiner Abstraktheit und des zur Geltung kommenden Minimalismus, der in meinen Augen optisch sehr interessant und ansprechend ist. Ich liebe Motive, bei denen ich denke “Wow, an so etwas bin ich schon tausendmal vorbeigegangen ohnen ein Motiv gesehen zu haben”.
Bei diesem Bild faszinieren mich die Formen, die von den Schwanenhälsen gebildet werden. Die Schwarzweißumsetzung habe ich hier gewählt um eben diese Formen besonders zu betonen.
Dieses Bild gefällt mir aufgrund der verwendeten Perspektive. Stärker als normal bei mir üblich habe ich in diesem Fall die Mittel des Postprocessings dazu benutzt, nicht exakt meinen Eindruck bei der Aufnahme zu reproduzieren sondern die Phantasie spielen zu lassen. Am Ende kam dann etwas heraus, dass in mir den Eindruck einer futuristischen Anlage hervorruft – mir gefällt’s
3. Welchen Tipp gibst du jemanden, der gerade anfängt zu fotografieren?
- Falle nicht in die “Ausrüstungs-Falle”, die verwendete Ausrüstung verändert immens weniger an der Qualität Deiner Bilder als Du Dir jetzt gerade denkst
- Besorg Dir Basisinformationen über die Fotografie (Internet, Bücher, …)
- Such Dir einen Foto-Kumpel
- Wenn schon investieren, dann in werthaltige Objektive
- Mach bei Gruppenveranstaltungen wie z.B. Photowalks mit und lerne von anderen (Hobby-)Fotografen!
4. Wähle aus “Kätzchen, Baby, Sonnenuntergang oder Blumen”
Ich schwanke zwischen Blümchen und Sonnenuntergang… und entscheide mich für: SONNENUNTERGANG
5. Wem sollten diese Fragen als nächstes gestellt werden?
Ich werfe das Stöckchen weiter an Rene Kreupl von rene-design.com








Recht hast Du mit dem Statement: Nicht die Kamera macht das Bild, sondern Der Fotograf.
Der Sonnenuntergang wurde doch am Starnberger See fotografiert, oder!?
Gruß
Ronny
Hi Ronny,
stimmt genau! Starnberger See – da ist’s einfach schön
[...] stefan neuweger’ blog [...]
Hab ich gleich erkannt!