Beim Fotografieren nicht vergessen...

Ich stelle bei der Bildkontrolle nach Fotoausflügen immer wieder fest, dass ich oft die selben Dinge missachte und damit ein Foto so richtig verhunze. Ausgehend von meinen am häufigsten auftretenden Fehlern habe ich mir folgende Liste zusammengeschrieben und will sie mit Euch teilen – vielleicht kann ich mir die einzelnen Punkte auf diese Weise ja in Zukunft auch besser merken…
;-)

colours all over Profile sign of fire
  1. Ein gutes Fotos ist meist durch Einfachheit und Klarheit gekennzeichnet. Störende und vom Hauptmotiv ablenkende Bildelemente sollten wann immer möglich vermieden werden.
  2. Wenn Dir eine Idee kommt, probier sie einfach aus, mache viele Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven, vertraue Deinem Bauch!
  3. Durchwachsenes Wetter an Tagen mit bewölktem Himmel ist Dein Freund, das Licht bekommt einen “natürlichen” Filter – oft entstehen stimmungsvolle Aufnahmen
  4. Schatten sind wichtig, sie bringen Tiefe und Akzentuierung in die Bilder, manchmal sind Schatten für eine Aufnahme wichtiger als das Licht.
  5. Grelles Sonnenlicht w.z.B. die Mittagssonne bedeutet äußerst schwierige Bedingungen zum Bildermachen – unbedingt überlegen, wie das Licht beeinflusst und verändert werden kann (einfach mal in den Schatten einer Hauswand oder eines Baumes gehen)
  6. Es muss nicht immer scharf sein, Unschärfe kann eine sehr starke Wirkung im Foto produzieren z.B. um Bewegung und Dynamik darzustellen oder ein Motiv zu abstrahieren.
  7. Achte auf die Augen beim Fotografieren von Menschen. Damit steht und fällt meist das Bild…
  8. Arbeite bewusst mit dem Licht: mach Dir Gedanken über Richtung, Intensität, Farbstimmung – triff daraufhin bewusste Entscheidungen bezüglich Belichtung und Bildkomposition.
  9. Der Hintergrund ist nicht “nur” Hintergrund sondern ein wirklich essentielles Element des Fotos! Ist der Hintergrund schwach oder gar störend, versuche ihn zu ändern – weit offene Blende zum Freistellen des Hauptmotivs und voller Körpereinsatz beim Finden besserer Aufnahmewinkel helfen hier häufig. Wenn nix hilft, hilft’s nix: auch mal einfach das Foto nicht machen!
  10. Arbeite mit dem sog. “negative space” (oder ohne Anglizismus “negativen Raum”)
  11. Ein alter Hut, aber trotzdem immer wieder aktuell: Nutze die frühen Morgenstunden oder die Zeit vor Sonnenuntergang um herrliches Licht auf Deine Fotos zu bannen.
  12. Kontraste machen Bilder interessant. Dabei ist mit Kontrast nicht nur der Licht- oder Farbkontrast gemeint sondern im besonderen auch der thematische Kontrast.
  13. Schlechtes Wetter draußen heißt nicht, dass man mit seiner Kamera drin bleiben soll – oft gibt es die interessantesten Aufnahmen, wenn man trotz aller scheinbar so “widrigen” Bedingungen auf die Fotopirsch gegangen ist.
  14. Kehre zurück zu interessanten Motiven: eine Szene kann zu unterschiedlichen Tageszeiten bzw. Jahreszeiten komplett unterschiedlich sein.
  15. Gestalte Deine Aufnahme! Nutze die Möglichkeiten, das Auge des Betrachtes in und durch das Bild zu führen, achte dabei auf Linien, Helligkeitsverteilung und Balance.
whiter shades of ...Lightpatterned Track GlowingBalloons II Epiphany

4 comments to 15 Vorsätze für bessere Fotos

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