Ich stelle bei der Bildkontrolle nach Fotoausflügen immer wieder fest, dass ich oft die selben Dinge missachte und damit ein Foto so richtig verhunze. Ausgehend von meinen am häufigsten auftretenden Fehlern habe ich mir folgende Liste zusammengeschrieben und will sie mit Euch teilen – vielleicht kann ich mir die einzelnen Punkte auf diese Weise ja in Zukunft auch besser merken…
- Ein gutes Fotos ist meist durch Einfachheit und Klarheit gekennzeichnet. Störende und vom Hauptmotiv ablenkende Bildelemente sollten wann immer möglich vermieden werden.
- Wenn Dir eine Idee kommt, probier sie einfach aus, mache viele Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven, vertraue Deinem Bauch!
- Durchwachsenes Wetter an Tagen mit bewölktem Himmel ist Dein Freund, das Licht bekommt einen “natürlichen” Filter – oft entstehen stimmungsvolle Aufnahmen
- Schatten sind wichtig, sie bringen Tiefe und Akzentuierung in die Bilder, manchmal sind Schatten für eine Aufnahme wichtiger als das Licht.
- Grelles Sonnenlicht w.z.B. die Mittagssonne bedeutet äußerst schwierige Bedingungen zum Bildermachen – unbedingt überlegen, wie das Licht beeinflusst und verändert werden kann (einfach mal in den Schatten einer Hauswand oder eines Baumes gehen)
- Es muss nicht immer scharf sein, Unschärfe kann eine sehr starke Wirkung im Foto produzieren z.B. um Bewegung und Dynamik darzustellen oder ein Motiv zu abstrahieren.
- Achte auf die Augen beim Fotografieren von Menschen. Damit steht und fällt meist das Bild…
- Arbeite bewusst mit dem Licht: mach Dir Gedanken über Richtung, Intensität, Farbstimmung – triff daraufhin bewusste Entscheidungen bezüglich Belichtung und Bildkomposition.
- Der Hintergrund ist nicht “nur” Hintergrund sondern ein wirklich essentielles Element des Fotos! Ist der Hintergrund schwach oder gar störend, versuche ihn zu ändern – weit offene Blende zum Freistellen des Hauptmotivs und voller Körpereinsatz beim Finden besserer Aufnahmewinkel helfen hier häufig. Wenn nix hilft, hilft’s nix: auch mal einfach das Foto nicht machen!
- Arbeite mit dem sog. “negative space” (oder ohne Anglizismus “negativen Raum”)
- Ein alter Hut, aber trotzdem immer wieder aktuell: Nutze die frühen Morgenstunden oder die Zeit vor Sonnenuntergang um herrliches Licht auf Deine Fotos zu bannen.
- Kontraste machen Bilder interessant. Dabei ist mit Kontrast nicht nur der Licht- oder Farbkontrast gemeint sondern im besonderen auch der thematische Kontrast.
- Schlechtes Wetter draußen heißt nicht, dass man mit seiner Kamera drin bleiben soll – oft gibt es die interessantesten Aufnahmen, wenn man trotz aller scheinbar so “widrigen” Bedingungen auf die Fotopirsch gegangen ist.
- Kehre zurück zu interessanten Motiven: eine Szene kann zu unterschiedlichen Tageszeiten bzw. Jahreszeiten komplett unterschiedlich sein.
- Gestalte Deine Aufnahme! Nutze die Möglichkeiten, das Auge des Betrachtes in und durch das Bild zu führen, achte dabei auf Linien, Helligkeitsverteilung und Balance.










das warn zwar jetzt keine geheimnisse^^
find es immer mal wieder schön sowas zu lesen
auch damit ich mir wieder klar mache das ich nicht der einzige schusslige fotoknipser auf der welt bin =)
Sehr nützliche, gut formulierte und wichtige Punkte! Der Beitrag gefällt mir echt gut!
LG, Lisa
@Can
wenn ich mal auf bahnbrechende Geheimnisse stoßen sollte, überleg ich mir, sie hier zu veröffentlichen
Mir geht es wie Dir, ich lese immer wieder gern über persönliche Erfahrungen von Fotografen.
@individualisa
Schön dass Dir der Artikel gefällt. Ich habe mich auf Deiner Webseite mal umgesehen – gefällt mir sehr gut, habe gleich mal Deinen RSS-Feed abonniert.
[...] addicted2pixels könnt ihr einen interessanten und hilfreichen Artikel finden, in dem es um Vorsätze für bessere Fotos geht. Das Wort Vorsätze könnte man an dieser [...]